Bad Nauheim


Friedberg bietet ...

Ein Ausflug ins Mittelalter


Die Geschichte der Kreisstadt Friedbergs nimmt seine Anfänge mit dem römischen Einmarsch nach Germanien. Im ersten Jahrhundert befand sich auf dem Burgberg ein römisches Militärlager, von dem aus Germanicus seine Feldzüge plante. Das Kastell verfügte über einigen Komfort, davon zeugt noch heute das 1963 ausgegrabene Römerbad.


Die ehemalige Reichs- und Messestadt Friedberg gehörte im Mittelalter zu den wichtigsten Städten in Hessen. Dies ist auch noch heute am gut erhaltenen Stadtbild erkennbar. Noch heute zeugen die ehemalige Reichsburg, die gotische Stadtkirche und das Judenbad zu den Sehenswürdigkeiten.


Die Burg wurde um 1170/80 durch den staufischen Kaiser Friedrich Barbarossaerrichtet, sie stellt mit einer Gesamtfläche von rund 39 000 Quadratmetern eine der größten Burganlagen Deutschlands dar. Um die eigentliche Burg herum befinden sich noch heute einige Burgmannshäuser, die früher die Behausungen von Niederadligen darstellten, die als Burgmannschaft dienen. Auch deswegen hat die Burg den Charakter einer Stadt in sich.


Hauptantriebsfeder für die Stadtentwicklung war die Tuchproduktion. Das Friedberger Tuch war weithin bekannt und erfreute sich zwischen Lübeck und Wien sowie zwischen Schlesien und den Niederlanden einer großen Beliebtheit. Bereits 1252 erhielt Friedberg mit dem Stadtrecht besondere Privilegien.


Spätestens ab 1241 bis 1942 verfügte die Stadt Friedberg über reichhaltiges jüdisches Leben. Das Judenbad ist mit einer Tiefe von 25 Metern und einer Grundfläche von 5,5 Metern vermutlich die weltweit größte Anlage dieser Art.